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Lei aden zum Thema
HIV / Aids
für MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialbereich Aidshilfe Salzburg, Linzer Bundesstr. 10, 5020 Salzburg
Tel.: 0662 88 14 88, [email protected] aidshilfen.at ,www.aidshilfe-salzburg.at Für das Personal medizinischer Einrichtungen besteht eine mögliche berufl iche Ge-fährdung bei Kontakt mit Blut und bluthal gen Sekreten, insbesondere bei perkutaner Exposi on, z.B. bei Verletzung mit Kanülen oder Skalpellen, die bei HIV-infi zierten Pa- entInnen gebraucht wurden. Das Risiko, das auch von der übertragenen Blutmenge und vom Krankheitsstadium des Infi zierten abhängt, wird nach verschiedenen Studien mit 0,14 bis 0,42% angegeben. Eine Übertragung fi ndet somit bei weitem nicht so leicht sta wie z.B. bei HBV. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Infek onen bei ÄrztInnen und Pfl egepersonal im Rahmen ihrer berufl ichen Tä gkeit extrem selten sind. Weltweit wurden bei medizinischem Personal nur ganz wenige berufsbedingte Ansteckungsfälle beobachtet.
Keine Übertragung ist zu befürchten:
 bei üblichen sozialen Kontakten, z.B. beim Händeschü eln  durch Tröpfcheninfek on, also durch Einatmen von Tröpfchen, die durch Niesen, Husten oder Sprechen von Erkrankten oder Virusträgern entstehen  durch Gegenstände, die Erkrankte oder Virusträger berühren, z.B. Bücher, Zeitschri en, Be zeug oder Toile enbrillen Lebensmi el oder Ess- und Trinkgeschirr Allgemeine Hygienemassnahmen
Die Betreuung von HIV-posi ven Pa entInnen stellt an die Hygiene keine höheren
Anforderungen als der Umgang mit Pa entInnen, die an anderen Erkrankungen leiden,
deren Erreger durch Blut oder Sekrete übertragen werden, wie z.B. Hepa s B oder C.
Es sei in diesem Zusammenhang noch einmal daran erinnert, dass jede/r Pa entIn als
potenziell infek ös zu gelten hat und dass die meisten hier empfohlenen Maßnahmen
im Alltag der medizinischen Praxis und einer Krankenanstalt ohnehin befolgt werden
müssen. Es bedarf keiner speziellen „Aids-Maßnahmen", sondern lediglich jener Hygi-
ene, die zum Schutz vor Krankheiten, die durch Blut und Sekrete übertragen werden,
empfohlen wird.
Händehygiene
Bei allen Verrichtungen, bei denen ein direkter Kontakt mit Blut, Serum, Sekreten und
bluthäl gen Exkreten von Pa entInnen wahrscheinlich ist, sollten Handschuhe getragen
werden. Latex-Handschuhe haben bezüglich Dich gkeit und Reißfes gkeit güns gere
Eigenscha en als Vinyl-Handschuhe. Es sollten für den medizinischen Bereich nur
solche Handschuhe angekau werden, für die ein chargenmäßiges Prüfzeugnis eines
dazu autorisierten Ins tuts vorliegt. Bei Blutabnahmen senken moderne, geschlossene
Abnahmesysteme das Kontamina onsrisiko wesentlich.
Kommt es zu einer Kontamina on der Hände mit möglicherweise infek ösem Blut oder
Sekret, so sind die Hände zuerst gründlich mit Wasser abzuspülen, mit Seife zu waschen,
mit einem Einmalhandtuch abzutrocknen und anschließend mit einem alkoholhäl gen
Mi el zu desinfi zieren.
Schutzkleidung
Schutzbrillen und Masken oder Kunststoff visiere sollten bei Gefahr der Entstehung in-
fek öser Aerosole, z.B. beim trachealen Absaugen, bei zahnärztlichen oder bes mmten
endoskopischen Eingriff en verwendet werden. Im Übrigen ist das Tragen von Gesichts-
masken zum Selbstschutz beim Umgang mit HIV-Infi zierten nicht nö g.
Flüssigkeitsundurchlässige Mäntel sind nur bei Eingriff en zu tragen, bei denen viel
Flüssigkeit anfällt, wie z.B. bei atroskopischen Opera onen.
Überschürzen haben als Maßnahme zur Verhütung einer Übertragung von HIV keine
Bedeutung, sie können aber zum Schutz der Arbeitskleidung vor Verschmutzung dienen
oder bei der Pfl ege von Aidspa entInnen mit opportunis schen Infek onen hygienisch
indiziert sein.
Sons ges
Zur Instrumentenau ereitung, Flächendesinfek on, Behandlung kontaminierter Wä-
sche oder Pa entInnen-Geschirr und zur Abfallbesei gung sind lediglich die üblichen
Hygienemaßnahmen zu beachten.


Potenzmi el
Vor allem PIs erhöhen die Konzentra on von Potenzmi eln wie Viagra, Cialis oder Levitra zum Teil dras sch, was zu einem gefährlichen Blutdruckabfall und einer schmerzha en in einzelnen medizinischen Bereichen
Dauererek on führen kann. Die Dosis des Potenzmi els muss deshalb entsprechend reduziert werden - Auskun gibt der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärz n.
Ärztliche Praxis und Ambulanzbereich
Subs tu onsmi el
Die im allgemeinen Teil angeführten Empfehlungen Einige HIV-Medikamente (Sus va/Stocrin, auch in Atripla, Viramune, Viracept und sollten streng eingehalten werden. Zu beachten sind Kaletra) senken den Wirkstoff spiegel von Subs tu onsmi eln (Methadon, Polami- insbesondere das Tragen von Handschuhen bei Kon- don) im Blut; es können Entzugserscheinungen au reten. Bis zum Au reten solcher takt mit Schleimhäuten, Blut oder Sekreten sowie die Unterdosierungen vergehen allerdings meist zwei bis drei Wochen, nachdem mit der Vermeidung von S ch- und Schni verletzungen. Die regelmäßigen parallelen Einnahme der HIV-Medikamente und der Subs tu onsmi el Hygienemaßnahmen gehören zur normalen Rou ne begonnen wurde. Unter einer HAART muss das Subs tu onsmi el gegebenenfalls im medizinischen Bereich und sollten die Übertragung höher dosiert werden.
aller in Frage kommenden Erreger durch Blut oder Sekrete verhindern. Daher ist die gängige Praxis, HIV-posi ve Pa entInnen als Letzte zu reihen, nicht  Protease-Inhibitoren (v.a. Norvir) und NNRTIs können den Ecstasy-Blutspiegel erhö- hen und zu einem verstärkten und verlängerten Rauschzustand sowie zu dras schen Nebenwirkungen führen - es hat schon Todesfälle gegeben. Die übliche Ecstasy-Dosis sollte reduziert werden. Ecstasy wiederum schädigt die durch HIV-Medikamente Eine Isolierung von HIV-infi zierten Pa entInnen mit HIV-assoziierten Erkrankungen ist in belastete Leber zusätzlich.
der Regel im Krankenhaus nicht erforderlich; ihnen braucht auch keine eigene Toile e  Ritonavir (in Norvir und Kaletra enthalten) hemmt den Abbau von „Speed" in der zur Verfügung zu stehen. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob von einer gemeinsamen Unter- Leber, der Speed-Blutspiegel steigt an, die Droge wirkt wesentlich stärker und länger. bringung mit anderen Pa entInnen Abstand zu nehmen ist, um Pa entInnen mit Aids Eventuell steigt auch der Wirkspiegel der HIV-Medikamente im Blut (mit der Gefahr zu schützen, da diese in erhöhtem Maß infek onsanfällig sind. Eine Einzelunterbringung stärkerer Nebenwirkungen). Ähnliches gilt für „Crystal".
ist auch für Pa entInnen mit profusen Durchfällen, Inkon nenz, unkontrollierten Blu- Kombina on von Nevirapin (Viramune) oder Efavirenz (Sus va/Stocrin bzw. in tungen oder bes mmten übertragbaren Krankheiten (z.B. off ene Lungentuberkulose, Atripla) mit Kokain führt zu erhöhten Blutspiegeln des leberschädigenden Abbau- Salmonelleninfek onen, Infek onen durch Kryptosporidien) anzustreben.
Krankenzimmer oder Sta onen für Aids-Pa entInnen sollten von einem speziell und gut  Protease-Inhibitoren und Efavirenz können wahrscheinlich den Blutspiegel von geschulten Personal betreut werden, wobei die Möglichkeit für eine op male Einhaltung Ketamin und evtl. auch von LSD erhöhen, die Wirkung verstärken und verlängern der notwendigen Hygienemaßnahmen gegeben sein muss. Gute Kenntnisse bzgl. HAART und Symptome wie Halluzina onen und Psychosen auslösen oder verstärken.
sind ebenso wich g wie Kenntnisse über genaue Einnahmezeiten, Nebenwirkungen  GHB/GBL („Liquid Ecstasy") kann durch Protease-Inhibitoren lebensgefährlich ver- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
stärkt werden (epilep sche Anfälle, Atemdepression, Koma) - schon bei geringer Es ist dafür Sorge zu tragen, dass bei Kenntnis eines HIV-posi ven Serostatus eines/ Dosis, die man früher (ohne PIs) gut vertragen hat! einer Pa entIn das untersuchende bzw. weiterbehandelnde Personal hierüber, soweit erforderlich, unterrichtet wird.
Beruhigungsmi el/Tranquilizer
Viele Tranquilizer (Benzodiazepine) bergen in Verbindung mit PIs und Efavirenz ein
erhöhtes Risiko für Sedierung und Herabsetzung der Atmung; die Wirkdauer kann stark
ansteigen, sodass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorien ert ist.
Wich g ist zu wissen, dass viele Substanzen mit an retroviralen Medikamenten
wechselwirken können, und dass man vor der Einnahme möglichst den behandelnden
Das Erheben des HIV-Status ist in manchen Kliniken mit Einverständnis der Pa entInnen HIV-Arzt oder die behandelnde HIV-Ärz n befragen sollte.
vor Opera onen angezeigt. Das liegt vor allem im Hinblick auf Planung und Verlauf der Behandlung im Interesse der Pa entInnen. Notwendige Opera onen dürfen wegen des Abwartens des Ergebnisses eines HIV-Tests weder unterbleiben noch hinausgeschoben Pfl anzliche/naturheilkundliche Mi el

werden. Wenn ein/e HIV-posi ve/r Pa entIn einer Opera on unterzogen werden muss, In einem gut dokumen erten Einzelfall hat Ginkgo zu niedrigen Efavirenz-Blutspiegeln ist das Opera onsteam davon zu informieren. Die prophylak schen Maßnahmen sind und zum Versagen der HAART geführt.
analog wie bei Pa entInnen mit HBV- oder HCV-Infek on wahrzunehmen. Bei allen OP´s Auch Ginseng sollte man bei einer an retroviralen Therapie meiden, weil bes mmte ist das Tragen von speziell verstärkten Opera onshandschuhen sowie von fl üssigkeits- Medikamente möglicherweise schneller abgebaut werden.
dichten Opera onsmänteln empfehlenswert. Außerdem sind zusätzlich zu den üblichen Grapefruitsa kann die Blutspiegel von HIV-Medikamenten beeinfl ussen; ob dies Gesichtsmasken Schutzbrillen oder Schutzschirme zu empfehlen. Selbstverständlich ist klinische Bedeutung hat, wird allerdings unterschiedlich bewertet.
auf die Vermeidung von S ch- und Schni verletzungen zu achten.
Bei einigen Pa entInnen mit übermäßigem Grüntee-Konsum (bis zu drei Liter pro Tag) kam es zu sinkenden PI-Blutspiegeln.
Geburtshilfl icher Bereich
 Bei Einnahme von Johanniskraut werden andere Medikamente, darunter auch einige Bei Schwangeren wird das Erheben des HIV-Status heute im Rahmen der üblichen HIV-Medikamente, schneller abgebaut, sodass die Gefahr ungenügender Wirkspiegel Mu er-Kind-Pass-Untersuchungen wegen der möglichen prophylak schen Maßnah- steigt. Bei einer HAART mit PIs, NNRTIs oder CCR5-Blockern sollte kein Johanniskraut men durchgeführt. Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit Entbindungen bei eingesetzt werden.
HIV-infi zierten Mü ern sind die gleichen wie bei Opera onen an HIV-Trägern.
 Von hoch dosierten Knoblauchpräparaten, die über einen längeren Zeitraum (ab 10-14 Tagen) eingenommen werden, ist bei einer HAART abzuraten, da sie den Blutspiegel von PIs und NNRTIs senken können. Umgekehrt kann Ritonavir (Norvir) ZahnärztInnen sollten Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Handschuhen, Masken zu einer ausgeprägten Knoblauchunverträglichkeit führen.
und Schutzbrillen bei allen Pa entInnen einhalten. Dies gilt auch für ihre AssistentInnen, wenn diese unmi elbar bei Eingriff en, die mit Aerosolbildung verbunden sind, mitar- Mi el zur Behandlung von Magenbeschwerden
beiten. Im Übrigen gelten die allgemeinen Empfehlungen zu den Hygienemaßnahmen.
Medikamente, die die Menge an Magensäure reduzieren (z.B. Protonenpumpenhem-mer wie Omeprazol) und H2-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Rani din), die vor allem bei Magengeschwüren/-entzündungen und Sodbrennen eingesetzt werden, können die Wirkspiegel von Reyataz, Telzir und Kaletra senken und damit die Gefahr von Neben-wirkungen erhöhen.
Hormonelle Verhütungsmi el
Hormone können zu erniedrigten Spiegeln des Protease-Inhibitors Telzir führen. Be-
s mmte Protease-Inhibitoren wiederum - z.B. Reyataz, Viracept und Sus va/Stocrin
(auch in Atripla) - erhöhen die Spiegel von Hormonpräparaten, sodass Pa en nnen
verstärkt unter Nebenwirkungen bzw. unter „schwangerscha sähnlichen Symptomen"
wie Erbrechen und Übelkeit leiden. Kaletra, Viracept und Viramune dagegen senken
die Östrogen- und Gestagen-Spiegel im Blut. Es kann zu Abbruchblutungen kommen,
und die Verhütung ist nicht mehr gesichert!
Wie soll man sich nun verhalten, wenn es trotzdem, z.B. durch eine Verletzung mit
einer Injek onsnadel, zu einer möglichen Infek on mit HIV kommen könnte?

Die Entscheidung über eine PEP muss auf jeden Fall unter Absprache mit einem HIV-Spezialisten getroff en werden.
Mit Impfungen kann man einige Infek onskrankheiten wirkungsvoll verhindern – das ist für Menschen mit HIV besonders wich g. Damit eine Impfung „anschlagen" kann, Medikamentöse Postexposi onsprophylaxe (PEP)
muss das Immunsystem allerdings gut funk onieren und reagieren können. Die Hel- Vorgehen bei berufl icher Exposi on mit HIV
ferzellzahl sollte deshalb 200/μl nicht unterschreiten; bei unter 100 Helferzellen/μl ist kein Impferfolg zu erwarten. Bei stark geschädigtem Immunsystem kann ein Impfschutz auch verloren gehen. In diesem Fall sollte das Immunsystem erst durch eine HAART stabilisiert werden, bevor (wieder) geimp wird.
Wunde / Schleimhaut spülen / desinfi zieren!
Ausbluten lassen, nicht aufschneiden!
Infl uenza
beste Impfzeit ist Indexperson: HIV posi v - Medikamentöse Postexpos onsprohylaxe (PEP)
Indexperson: HIV - Status unbekannt
Titer, spätestens Infek ologischer Status mit Einverständnis des Pa enten schnellstmöglich klären. Falls nicht möglich, Untersuchtung des verdäch gen Materials und/oder Abklärung der HIV-Risikofaktoren.
HIV Test: Sofort, um vorherige Infek on auszuschließen, nach 2 Wochen: PCR, nach 3 Monaten: AK-Test B e h a n d l u n g
nicht erforderlich Medikamentöse Postexposi onsprophylaxe (PEP)
Direkt nach Exposi on, bis max. 72 Stunden danach
Wie lange: 2 - 4 Wochen
Womit:
3-fach an retrovirale Kombina on (2 NRTIs + 1 PL/1 NNRTI) z.B. Combivir + Viracept oder Combivir + Kaletra oder Zerit + Epivir + Sus va Von Nevirapin (Viramune) ist hier abzuraten. Von Efavirenz (Sus va) ist bei Schwangerscha abzuraten.
Wich g: Meldung beim Betriebsarzt!
Material sichern. Grundsätzlich geringes Ansteckungsrisiko (ca. 0,3%) Professionelle Entsorgung scharfer und spitzer Gegenstände Kappen nicht auf gebrauchte Nadeln stecken Andere übertragbare Krankheiten bedenken


Symptoma sche HIV-Infek on:
Bei symptoma scher HIV-Infek on oder Aids wird eine Behandlung unbedingt emp- HIV / Aids - Was tun?
fohlen, unabhängig von der Zahl der Helferzellen und der Viruslast. Bei schweren Er-krankungen, z.B. einer lebensgefährlichen opportunis schen Infek on, muss ggf. erst Die Konfronta on mit Menschen, die mit einer lebensbedrohlichen (schweren chro- mit der Therapie der Infek on begonnen werden, bevor die HAART starten kann, z.B. nischen) Erkrankung leben, kann zu beträchtlicher Verunsicherung und einer Ak vierung aufgrund von Wechselwirkungen der Medikamente oder der Gefahr eines Immunre- von unterschiedlichen Ängsten führen. Angst vor Ansteckung, vor Überforderung und kons tu onssyndroms.
Vereinnahmung. O mals erleben BetreuerInnen Ängste der Betroff enen bei sich selbst.
Die direkte Begegnung mit Betroff enen fördert auch immer das (meist verdrängte) Bewusstsein um die eigene Vergänglichkeit, um eigene Gesundheitsrisiken oder den eigenen Tod. Es kann sehr verführerisch sein, diese Ängste projek v abzuwehren: etwa indem man Betroff ene meidet oder sie im Gegenteil mit der eigenen Betroff enheit bedrängt und ihnen die eigene Todesangst überstülpt. Gut gemeinte Ratschläge oder moralisierende Kommentare sind hier ebenso fehl am Platz, wie den Betroff enen falsche Hoff nung zu geben oder reale und berech gte Hoff nung zu nehmen. Im Folgenden erlauben wir uns deshalb einige allgemeine Empfehlungen* im Umgang mit HIV-posi ven Mitmenschen zu geben, die sich auch in unserer Beratungspraxis bewährt haben. Diese Empfehlungen sollen anregen und sensibilisieren, um eigenes Verhalten und Handeln im Umgang mit Betroff enen zu überdenken und nach Möglich-keit auf die meist sehr individuelle und persönliche Situa on abzus mmen.
So macht es z.B. einen großen Unterschied, ob jemand gerade erst erfahren hat, dass er/sie HIV-posi v ist oder schon länger mit der Diagnose lebt und gelernt hat, damit - wie auch immer - umzugehen.
* Diese Empfehlungen beziehen sich auf den "Regelfall". Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, dass ein/e Betroff ene/r vorsätzlich andere Personen infi ziert bzw. damit bedroht, muss im Einzelfall ein entschie-deneres Vorgehen in Erwägung gezogen werden. Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden, ob es sich bloß um fantasierte Impulse handelt (die für die Bewäl gung der Infek on wesentlich sein können), oder ob der/die Betreff ende bereit ist, diese destruk ven Impulse real auszuleben. Zu Ihrer eigenen Absicherung sollten Sie überlegen, ob Sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.
Ansprechpartner in Salzburg:
Landeskrankenhaus Salzburg – III. Medizin, Infek onsabteilung
Frau Dr. Ninon Taylor
Müllner Hauptstr. 48
5020 Salzburg
Tel.: 0662/ 4482-3449
Zur psychosozialen Situa on
HIV-posi ver Menschen
Symptomlose HIV-Infek on:
 Die Tatsache einer HIV-Infek on löst, durch die plötzliche und unerwartete Ein- unverzüglich empfohlen ohne oder mit Ko-Erkrankungen schränkung der Lebensperspek ve, eine erhebliche Irrita on, existenzielle Angst und Verunsicherung aus.
201 - 350 ohne oder mit Ko-Erkrankungen  HIV-posi v zu sein, beinhaltet eine paradoxe Situa on: gesund und gleichzei g krank 351 - 500 bei mindestens einer der folgenden  Die Tatsache, von einem nicht sicht- und spürbaren Virus in seiner gesundheitlichen  Hepa s-C-Infek on Integrität existenziell bedroht zu sein, untergräbt das Selbstwertgefühl erheblich und  Hepa s-B-Infek on wird durch die Nichtvorhersehbarkeit bzw. Nichtprognos zierbarkeit des Verlaufs (behandlungsbedür ig)  Nieren- oder andere Oganschäden ohne  Die Nichtkontrollierbarkeit des Verlaufs führt zu massiver Hilfl osigkeit und Ohnmacht. oder mit Ko-Erkrankungen  Fragen tauchen auf: Warum tri es ausgerechnet mich? Wie geht es mit mir wei- bei Vorliegen mindestens einer der folgen- ter? Wen muss ich informieren? Wem kann ich mich anvertrauen? Wie soll ich mich kün ig verhalten? Wann, wo, bei wem habe ich mich infi ziert? Und viele andere mehr.
 Viruslast > 100.000 Kopien/ml  Helferzellabfall > 50 – 100 Zellen/Jahr  Die bisherige Lebensgestaltung und -führung wird radikal in Frage gestellt, nicht zuletzt, da sie ja zur Infek on führte bzw. eine Infek on nicht verhinderte.
 Alter über 50 Jahre  Aufgrund der Infek on verlieren viele Infi zierte zeitweilig jegliches soziale/zwischen-  Schwangerscha  Hohes Risiko für Herz-Kreislauf-  Die ohnehin schwierige innerpsychische Situa on wird, durch die nur bedingte und sehr eingeschränkte Möglichkeit sich mitzuteilen, deutlich verstärkt.
 Krebserkrankungen  Reale und fantasierte Benachteiligungen können aufgrund der vorhandenen Ver- im Allgemeinen noch ohne Ko-Erkrankungen schränkung von innerer und äußerer Realität schwer auseinandergehalten werden. Die subjek ve Angst, aufgrund der Infek on von gewissen Lebensbereichen ausge- wenn zwei oder mehrere der oben schlossen zu werden, fi ndet o ihre reale Entsprechung.
genannten Bedingungen vorliegen  Körperliche Symptome bzw. Beschwerden - ob sie nun ursächlich mit HIV in Verbin- dung stehen oder nicht (etwa stressinduziert) - belasten enorm.
im Allgemeinen noch ohne Ko-Erkrankungen  Immunstatus-Untersuchungen re- bzw. deak vieren existenzielle Ängste (Wo stehe ich? Wie weit ist der Immundefekt fortgeschri en?). Sie lösen meist bereits im kann angeboten werden wenn der Pa ent/die Pa en n die HAART Vorfeld starken unangenehmen Stress aus.
wünscht (z.B. zur Risikoreduk on bei se-  Das Bewusstsein, HIV-posi v zu sein, ist allgegenwär g. Auch wenn eine Bewäl gung rodiskordanter Partnerscha ) und für die bzw. Neuorien erung gelingt, kommt es immer wieder zu Einbrüchen und depres- Therapie bereit ist, unabhängig von Ko- siven Vers mmungen.
 Die Verleugnung nimmt deshalb einen wich gen Stellenwert in der Verarbeitung Modifi ziert nach den Europäischen Therapieleitlinien (EACS) 2009  Ständige, konsequente Einnahme der Therapie „Ein Leben lang".
Lange und gut leben mit der
Empfehlungen im Umgang
mit Betroff enen
Damit eine an retrovirale Therapie langfris g erfolgreich ist, sind verschiedene
Faktoren wich g, vor allem
 Umgang ist bei posi ven und nega ven HIV-Status gleich!  Versuchen Sie den ganzen Menschen zu sehen und nicht nur den/die HIV-Posi ve/n.
rechtzei ger Therapiebeginn,  Beachten Sie, dass jeder/jede HIV-Posi ve auch einmal HIV-nega v war.
 Versuchen Sie auszuloten, wo der/die Betreff ende steht und versuchen Sie seine/ihre  die Auswahl einer wirksamen, individuell passenden Medikamentenkombina on persönliche Situa on und seinen/ihren individuellen Umgang damit zu respek eren.
 die konsequente Befolgung der Therapievorschri en  Im Verlauf einer HIV-Infek on können verschiedenste Phasen au reten (eine mög- liche Verstehenshilfe bieten hier diverse Phasenmodelle wie z.B. das sehr bekannte  eine engmaschige ärztliche Beobachtung des Therapieerfolgs, um die Therapie ggf. und verbreitete von Kübler-Ross: Nichtwahrhabenwollen und Isolierung - Zorn - anpassen zu können, und Verhandeln - Depression - Zus mmung.
 Haben Sie Verständnis für etwaige S mmungsschwankungen oder depressive  ein ak ver Beitrag zu einer gesunden Lebensführung, z.B. die Vermeidung von Einbrüche. Solche treten verstärkt nach der Diagnosestellung auf, können aber Faktoren, die den Therapieerfolg gefährden können.
auch vor oder nach einer Immunstatus-Untersuchung au reten, u.a. wenn sich die Werte verschlechtert haben oder wenn sich der allgemeine Gesundheitszustand verschlechtert.
Abwehrmechanismen/Bewäl gung
 Es gibt keine op male Bewäl gung: Jeder/jede Einzelne hat unterschiedliche in-
dividuelle Ressourcen, Bewäl gungsstrategien und -möglichkeiten. Fördern und verstärken Sie die vorhandenen.
 Radikale Änderungen in der gewohnten Lebensführung führen häufi g zu unnö gem Stress. Änderungen, sofern sie von der Person auch gewollt werden, sollten allmählich und behutsam erfolgen. Der Zusammenhang von Lebensführung und dem Verlauf der HIV-Infek on ist nicht eindeu g (es exis eren unterschiedliche Ergebnisse dazu). Erliegen Sie nicht der simplen Annahme, dass ein „gesundes" Leben - was immer darunter verstanden wird - Garant für ein längeres bzw. besseres Leben sein muss.
 Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass neben der Lebensquan tät auch die Lebensqualität eine entscheidende Rolle spielt.
 Bedenken Sie, dass psychische Abwehrmechanismen für die Bewäl gung auch not- wendig sein können. Phasen, in denen sich Betroff ene intensiv mit ihrer Infek on auseinandersetzen, werden von Phasen, in denen Betroff ene „nichts mehr von HIV/Aids hören können", abgelöst.
 Zeitweiser Rückzug und Isola on können notwendige regressive Bedürfnisse befrie- Verarbeitung
 Versuchen Sie Unveränderbarkeiten, Widersprüche und Einschränkungen nach
Krankheiten im Stadium AIDS
Möglichkeit auszuhalten, diese mit den KlientInnen - soweit es Ihnen möglich ist - mitzutragen und nicht vorschnell auf Lösungen zu drängen. Ein wesentlicher Bestandteil in der Bewältigung stellt die Akzeptanz der - wenn auch schmerzlichen so doch unveränderbaren - Realität dar.
 PCP = Pneumocystis-Pneumonie (eine Form der Lungenentzündung)  Beachten Sie, dass trotz aller realen und fantasierten Einschränkungen der Be-  Toxoplasmose des Gehirns troffenen immer noch ein erheblicher (oft vorerst verschütteter aber förderbarer)  Zytomegalie-Virus-Infektion, z.B. des Auges individueller Handlungsspielraum gegeben ist.
 Candidose = Pilzerkrankung von Speiseröhre, Luftröhre, Bronchien oder Lunge  Überlegen Sie sich einmal, wie Sie selbst auf eine Diagnose "HIV-positiv" reagieren und was Sie in einer solchen Situation brauchen würden. Machen Sie daraus aber  Tuberkulose und andere Erkrankungen durch Mykobakterien kein Dogma - bleiben Sie offen, nehmen Sie sich Zeit und hören Sie zu .
 Herpes-simplex-Infektionen der Bronchien, Lunge oder Speiseröhre  PML = Progressive multifokale Leukenzephalopathie (Erkrankung des Gehirns) Umgang mit dem Wissen um die Infektion eines/r Anderen
 Wiederkehrende bakterielle Lungenentzündungen  Gehen Sie mit dem Wissen um eine HIV-Infektion vertraulich und verantwortungsvoll  Salmonellen-Sepsis und weitere, seltene Infektionen wie Histoplasmose, Isosporiasis  Drängen Sie Betroffene nicht dazu sich gegen ihren Willen zu "outen" - etwa weil oder Kokzidioidomykose Sie glauben, dass eine solche Mitteilung sich günstig auf sein/ihr Wohlbefinden auswirke, eine "bewusste" Auseinandersetzung gut für den Infektionsverlauf sei,  Kaposi-Sarkom: Tumorerkrankung mit braun-bläulichen Knoten auf Haut und und/oder eine gesellschaftspolitisch sinnvolle und förderliche Aktion darstelle.
Schleimhäuten, sowie weiterem Organbefall  Informieren Sie andere Personen nicht ohne das ausdrückliche Einverständnis des/  Maligne Lymphome: bösartige Tumore, die von den Lymphozyten ausgehen der Betroffenen von seiner/ihrer Infektion. Etwa weil Sie glauben, dadurch andere zu schützen. Nehmen Sie die gebotene Schweigepflicht und den Datenschutz ernst.
 Bestärken Sie aber die Betroffenen darin, die Verantwortung für seine/ihre Gesund-  Wasting-Syndrom heit und sein/ihr Verhalten selbstbestimmt zu übernehmen.
 HIV-Enzephalopathie (degenerative Erkrankung des Gehirns)  MitpatientInnen dürfen keinesfalls informiert werden!  Wenn PatientInnen unter HAART über 6 Monate lang eine virale Last von unter 20/40 Diese Erkrankungen sind heute vermeidbar, wenn die Diagnose rechtzeitig gestellt wird Kopien pro ml aufweisen und keine anderen sexuell übertragbaren Krankheiten und die Therapie konsequent eingehalten wird.
vorliegen, besteht ein vernachlässigbares Risiko bezüglich einer Übertragung von HIV auf andere.
Notwendige Kontrollen mit und ohne HAART
 Die Lebenserwartung von Menschen mit HIV-positivem Status ist, unter heutiger medizinischer Therapie, annähernd gleich wie bei negativem Status.
Eine genaue tabellarische Auflistung der mit bzw. ohne HAART notwendigen Untersu-chungen und Kontrollen finden Sie unter www.europeanaidsclinicalsociety.org Zu guter Letzt
 Beachten Sie die Grenzen Ihrer persönlichen Belastbarkeit und scheuen Sie sich
nicht, Hilfe von spezialisierten Fachkräften in Anspruch zu nehmen! Stadien der HIV-Infek on
Das HI-Virus
Der Erreger

Die unbehandelte HIV-Infektion verläuft bei jedem Menschen anders. Bei vielen bleibt Die Immunschwächekrankheit Aids wird durch ein Virus (HIV = Humanes Immunschwä- die Infektion über mehrere Jahre hinweg unbemerkt, einige wenige erkranken bereits che-Virus) ausgelöst, wobei man zwei Typen unterscheidet: HIV-1, der epidemiologisch in der akuten Phase der Infektion schwer, andere haben nach zwei Jahrzehnten kaum weitaus bedeutendere, und HIV-2, der hauptsächlich in Westafrika für Erkrankungen Syptome. Zwischen einzelnen Krankheitsphasen liegen oft lange Zeiten ohne körperliche verantwortlich ist. HIV gehört zur Familie der Retroviren. Es befällt vor allem die Beschwerden. Es gibt keine starre Abfolge von Phasen, und selbst wenn schon aidsdefi- T-Helferzellen, die für die zelluläre Immunantwort wichtig sind. Das Virus gelangt aber nierende Krankheiten aufgetreten sind, können diese Symptome durch eine erfolgreiche auch in andere Körperzellen (z.B. Epithelzellen der Darmschleimhaut, Makrophagen), antiretrovirale Therapie wieder verschwinden.
in denen es überleben und sich vermehren kann.
HIV ist relativ empfindlich gegen Umwelteinflüsse. Wenn HIV unter sterilen Bedingungen CDC-Klassifikation von 1993
in Flüssigkeiten gehalten wird, ist die Überlebensfähigkeit stark von der Temperatur abhängig. So beträgt die Halbwertszeit bei 65 Grad Celsius wenige Sekunden, bei 56 KLINIK LABOR
Grad ca. 30 Minuten, bei 37 Grad acht Stunden. In eingetrocknetem Blut konnte HIV zwar über längere Zeit nachgewiesen werden, die Übertragungsmöglichkeit ist in diesem Fall aber sehr eingeschränkt. HIV ist jedenfalls wesentlich empfindlicher gegenüber Hitze und auch chemischen Desinfektionsmitteln als beispielsweise HBV.
Übertragungswege
Als mögliche Übertragungsvehikel kommen alle Medien in Betracht, die infizierte Zellen
Lesebeispiel: Eine Patientin, die bei 150 Helferzellen/μl an einer aidsdefinierenden Infektion oder freie Viren in ausreichender Konzentration enthalten (Blut, Sperma, Vaginalsekret, (z.B. einer PCP) erkrankt, wäre im Stadium C3.
Darmsekret, Muttermilch, Liquor). Durch andere Körperflüssigkeiten wie Urin, Speichel, Tränenflüssigkeit oder Erbrochenes ist eine Übertragung nicht möglich.
Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Preventi- Epidemiologisch bedeutsame Übertragungswege sind: on) stellte 1993 diese Stadieneinteilung der HIV-Infektion vor, die Laborwerte (Zahl der  ungeschützter Geschlechtsverkehr (vaginal, anal und teilweise auch oral); prädispo- Helferzellen) und klinisches Erscheinungsbild miteinander verknüpfte. Sie wurde auch nierend für die Übertragung sind vorhandene Infektionen im Genitalbereich (Lues, deshalb eingeführt, um versicherungsrechtliche Fragen besser klären zu können. Da die Gonorrhoe, Pilzinfektionen, Herpes genitalis) Klassifikation aber aus der Zeit vor Einführung der HAART stammt, bedürfte sie heute  gemeinsamer Gebrauch von Spritzen und Kanülen z.B. beim intravenösen Drogen- einer Überarbeitung. Wenn die opportunistische Infektion behandelt ist und die Patientin aus unserem Beispiel  von einer infizierten Mutter auf das Kind, während der Geburt oder beim Stillen. infolge der HIV-Therapie wieder über ausreichend Helferzellen verfügt, erfüllt sie nicht Das Infektionsrisiko für das Kind kann bei rechtzeitiger Diagnose und adäquater mehr das Kriterium für das „Vollbild Aids". In der CDC-Klassifikation ist dieser Fall aber antiretroviraler Therapie auf unter 1 % gesenkt werden.
nicht vorgesehen: Wer einmal die Diagnose „Aids" hat, behält sie für den Rest seines Lebens. Von einer Aktualisierung wäre also zu erwarten, dass man die Diagnose „Aids" wieder verlieren kann.
Indikator-Erkrankungen der
Abrenzung akute HIV-Infek on
und infek öse Mononukleose
Bei Vorliegen der folgenden Befunde sollte an die Möglichkeit einer (gleichzeitigen) HIV-Infektion gedacht werden: Exsudative Pharyngitis selten
Exsudative Pharyngitis häufig
STDs: Gonorrhoe, Syphilis, Chlamydien-Infektionen, HPV-assoziierte Erkrankungen,
Keine Ulcera
wie z.B. Genitalwarzen.
Exanthem selten
Gastrointestinale Zustandsbilder: Hepatitis B und C, Ulzera, ungeklärte Diarrhoe, lokale
(nur nach Ampicillin) Erbrechen u/o Diarrhoen
Konstitutionelle Symptome: Fieber unklarer Ursache, ungeklärter Gewichtsverlust,
chronische Abgeschlagenheit/Müdigkeit, ungeklärte Lymphadenopathie, Mononukle-
osesymptome ohne EBV-Nachweis, u.a.
Hautveränderung: ausgeprägte seborrhoische Dermatitis, unklarer Ausbruch einer
Psoriasis, wiederholte Staphylokokkenfurunkulose, Herpes Zoster, Kaposi-Sarkom.
Schleimhautveränderungen: Soor, orale Haarzellleukoplakie, wiederholte schwere
HI-Viren treffen auf Schleimhautoberfläche aphthöse Ulcera, Kaposi-Sarkom, aggressiv verlaufende Peridontitis.
Neurologische Krankheitsbilder: akute aseptische Meningitis, Pilzmeningitis, unklare
Viren werden von Dendritic Zellen zu Lymphknoten transportiert Tag 4-11:
Pulmonale Erkrankungen: wiederholte Pneumokokkenpneumonien, Pneumocystis
Viren replizieren in CD4 Zellen, werden in Blutbahn freigesetzt jirovecii-Pneumonie, Tbc, Pilzpneumonie, u.a.
Tag > 11:
Virus breitet sich im gesamten Organismus aus
Hämatologische Veränderungen: Lymphopenie, Neutropenie, Anämie, Thrombozy-
topenie.
Es ist bekannt, dass die Viruslast im Blut und die Viruskonzentration im Sperma während der akuten HIV-Infektion besonders hoch sind. Frisch infizierte Personen sind daher extrem infektiös. Gelingt es bei diesen PatientInnen, die HIV-Infektion zu diagnostizieren, können diese über die Gefahr einer Weiterverbreitung des HI-Virus informiert werden und mittels verantwortungsbewusstem Verhalten ihre SexualpartnerInnen schützen. Auch für die Betroffenen selbst ist eine frühe Diagnose von Vorteil, da sie eine Kontrol-le spezifischer Prognoseparameter und bei Bedarf Behandlung in Anspruch nehmen können. In Österreich kommt es täglich zu 1 - 2 Neuinfektionen.
*Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern stellt nur einen Auszug der häufigsten und wichtigsten Indikator-Erkrankungen der akuten Infektion dar.

Source: http://www.aidshilfe-salzburg.at/sites/aidshilfe-salzburg.at/files/pflegebroschuere.pdf

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